Bridge for Peace and Education

Das Projekt Brücke für Frieden und Bildung ist ein neues Projekt von GloW, welches nun in eine zweite Runde geht. Im Zentrum stehen wieder öffentliche Lesungen sowie Lesungen mit Schüler:innen zu verschiedenen Themenschwerpunkten.

EIN AUTHENTISCHER ERFAHRUNGSBERICHT ÜBER EIN HOCHAKTUELLES THEMA

In interaktiven Lesungen und Gesprächen mit Schulklassen und Jugendgruppen gibt Judence Kayitesi Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen, ihren Weg der Heilung sowie in die Bedeutung von Resilienz, Frieden, Menschlichkeit und kulturellem Verständnis.

Benötigter Zeitumfang: 2-3 Schulstunden

Sprache: Deutsch oder Englisch

  • Der Genozid gegen die Tutsi in Ruanda & Friedensbildung anhand des Arbeitsbuches “Suche nach der Einheit”
  • Einen Genozid überleben und verarbeiten anhand des Buches “Ein zerbrochenes Leben”
  • Umgang mit Trauma, Resilienz und Hoffnung anhand des Buches “Resilienz ist eine Entscheidung”
  • Leben zwischen Kulturen und Multikulturalität in Deutschland anhand des Buches “Brücke zwischen den Welten”

Dieses Bildungsangebot richtet sich an Kinder ab der 8. Klasse

– egal ob Schulklasse, Kinder- und Jugendgruppe, FSJ-ler:innen, Konfirmand:innen, Familien oder Erwachsene.

Eine Lesung kostet 100 € – unabhängig von der Teilnehmendenzahl.

Das Projekt wird gefördert durch

Falls Ihre Schule das Geld nicht aufbringen kann, können Sie selbstverständlich einen Antrag bei Ihrer Kommune, der Schulstiftung oder Förderprogrammen von Banken stellen.

Je nach Themenschwerpunkt unterscheiden sich die Ziele. Generell geht es aber darum, ein Bewusstsein für die Folgen von Ausgrenzung und die Bedeutung von Frieden zu schaffen. Die Lesungen sensibilisieren für den Umgang mit kultureller Vielfalt.

  • Reflexionsaufgaben
  • Erfahrungsbericht

Ansprechpersonen: Nina Witbooi & Judence Kayitesi

Mailkontakt: bridge-projekt[at]glow-karlsruhe.org

Überlebende * Motivatorin * Verlegerin * Inspiration * Friedenskämpferin

Judence Kayitesi wurde 1983 in Rwanda als Mitglied einer Tutsi-Familie geboren. Als 1994 der Völkermord an den Tutsi begann, war sie elf Jahre alt. Sie überlebte das Massaker, obwohl sie mit einer Machete schwer am Kopf verletzt wurde. In dieser grausamen Zeit wurden innerhalb von rund hundert Tagen fast eine Million Menschen – vor allem Tutsi – brutal ermordet. Judence verlor dabei ihre Eltern und zahlreiche Angehörige. Die traumatischen Erlebnisse raubten ihr für vier Jahre die Sprache und prägen ihr Leben bis heute. Mittlerweile verarbeitet Sie diese Erlebnisse in Ihren Büchern und schrieb die Bücher „Ein zerbrochenes Leben“, „Resilienz ist eine Entscheidung“ und „Die Suche nach der Einheit“. Sie ist hauptberuflich Kinderpädagogin, leitet nebenberuflich Workshops und veranstaltet Lesungen. Um mehr Büchern in die Veröffentlichung zu helfen, hat sie zudem den INZOZI-Verlag gegründet.

Die Suche nach der Einheit ist ein 31-seitiges Arbeitsbuch, welches Reflexionsaufgaben, Informationsblöcke sowie ein Comic beinhaltet. Es ist geeignet für Personen ab 14 Jahren.

Genaueres zum Inhalt:

Wie kann es überhaupt zu einem Genozid kommen? Warum und wie entsteht Ab- und Ausgrenzung? Anhand ihrer eigenen Biographie und somit dem Genozid in Rwanda 1994 gibt Judence Kayitesi Lesenden einen Einblick in die Mechanismen, die hinter einer Entwicklung hin zum Genozid stehen. Neben einem zielgruppennahen Comic regen Reflexionsfragen zum Einordnen dieses Themas ein.

Wie kann ich mich gegen Ausgrenzung einsetzen? Was können wir gemeinsam tun? Im zweiten Teil des Buches gibt die Autorin den Lesenden alles an die Hand, was Sie benötigen, um sich selbst gegen Ausgrenzung einzusetzen. Es möchte dazu anregen, Menschen und Ideen zusammenzubringen, um sich für Einheit einzusetzen. Hierbei steht Zusammenhalt- und -arbeit im Vordergrund.

Dieses Buch wird auf Englisch auch in rwandischen Schulen bearbeitet. Daher bietet sich ein Austausch mit rwandischen Schüler:innen an. Interesse? Dann vermitteln wir gerne.

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